Liberal-Demokratische Partei Russlands (LDPR)
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Die Liberal-Demokratische Partei Russlands (LDPR) (russisch Либерально-Демократическая Партия России (ЛДПР)/ Liberalno-Demokratischeskaja Partija Rossii) ist eine nationalistisch-populistische Partei in Russland.
Inhaltliches Profil
Die LDPR nennt sich zwar liberal-demokratisch und bezeichnet sich sogar als "Partei der Mitte", wird aber von nahezu allen Beobachtern der russischen Politik als nationalistisch-populistisch eingeschätzt.
In der praktischen Politik tritt die Partei jedoch vorwiegend mit nationalistischen Parolen und Forderungen auf und kaum mit liberalen Gedanken. So widerspricht der offiziell propagierte Grundgedanke der Chancengleichheit zahlreichen Forderungen der Partei nach gewollter Bevorzugung von Russen gegenüber nationalen Minderheiten in der Russischen Föderation. Auch sind antisemitische sowie links- und rechtsextreme Äußerungen von Repräsentanten der Partei an der Tagesordnung (Quelle: Forschungsstelle Osteuropa der Universität Bremen).
Nicht ganz ins Bild passt, dass am 15. Mai 2007 sich als erster Duma-Abgeordneter Alexei Mitrofanow von der LDPR für die Versammlungsfreiheit für Lesben und Schwule aussprach.
Innere Struktur
Das oberste Organ der Partei ist der einmal in vier Jahren einberufene Parteitag. Zwischen den Parteitagen ist das Spitzengremium der sogenannte "Oberste Rat", der vom Parteitag gewählt wird.
Geschichte der Partei
Die LDPR wurde 1991 von Kommunisten unter der Regie des KGB als LDPSU gegründet und 1992 in LDPR umgenannt. Gründer und Vorsitzender der Partei ist Wladimir Schirinowski. Sein Führungsstil gilt als extrem populistisch, seine politischen Parolen können sehr leicht von extrem rechten zu extrem linken Inhalten wechseln. Dank seiner provokativen Haltung und Aussagen genießt er geringe aber konstante Popularität.
Bei der russischen Parlamentswahl 2003 erreichte die Partei 11,6 Prozent der Stimmen und wurde mit 36 von 450 Sitzen drittstärkste Fraktion. Bei der russischen Präsidentschaftswahlen 2004 nominierte die Partei den ehemaligen Leibwächter Schirinowskis Oleg Malyschkin als Kandidaten. Bei der russischen Parlamentswahl 2007 behauptete sie ihre Position als drittstärkste Fraktion, auch wenn sie an Stimmen verlor.
| Jahr | Wahlen | Prozent |
|---|---|---|
| 12. Juni 1991 | Präsident | 8% |
| 12. Dezember 1993 | Duma | 23% |
| 17. Dezember 1995 | Duma | 11% |
| 18. Juni 1996 | Präsident | 6% |
| 19. Dezember 1999 | Duma | 6% |
| 26. März 2000 | Präsident | 2,7% |
| 7. Dezember 2003 | Duma | 12% |
| 14. März 2004 | Präsident | 2% |
| 2. Dezember 2007 | Duma | 8,1% |
| 2. März 2008 | Präsident | 9,3% |
Prominente Mitglieder
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